Mutter sein
Mensch bleiben

Stress mit Haushalt, Kindern, Job? Wie Sie mit guter Planung jedes Chaos in den Griff bekommen…

Manche Tage sind voller Überraschungen:

Der Schulbus ist abgefahren – aber ohne Ihr Kind. Der Partner geht auf Geschäftsreise, aber das Ticket ist verschwunden. Endlich auf dem Weg ins Büro ein Anruf vom Elternbeirat: Kuchen backen für morgen! Und dann ein Anruf von der Schule: Ihr Liebling muss abgeholt werden. Wie Sie zwischen Kind, Job, Haushalt und Familie nicht auf der Strecke bleiben…

Fremdbestimmt?

Nein, eigenverantwortlich! Kennen Sie das auch? Manchmal wächst einem alles über den Kopf. Und je mehr man in der täglichen Routine gefangen ist, desto machtloser fühlt man sich den eintönigen Pflichten gegenüber. Lust und Motivation sind verschwunden. Wenn jetzt noch Unvorhergesehenes dazu kommt, ist der Tag gelaufen. Was hilft:
  • Positive Gedanken: Wie werde ich in einem Monat davon erzählen?
  • Gewissheit: Definitiv ist der familiäre Alltag nur bedingt planbar. Warum also weiter damit hadern?
  • Grosszügigkeit: Entspannter sind die Mütter, die weniger organisieren und flexibel auf Herausforderungen reagieren. Das bedeutet: Lieber mit Spielraum planen. Und: Freiräume einplanen. Auch für sich selbst.
  • Und tschüss: 100 % Perfektion geht gar nicht – im Job, zu Hause, als Supermama. Schon sind wir bei 300 %! Diese Rechnung geht nicht auf. Also lieber locker lassen.

Organisation ist alles

Der Familienplaner
Auch wenn Tage mit Kindern voller Überraschungen stecken – einige Fixpunkte gibt es meistens: Das Fussballtraining, der Arzttermin, die Krankengymnastik, der Abgabetermin in der Bücherei, Mamas Chorprobe, Papas Skatturnier oder der Besuch bei Oma. Gut, wenn jeder in der Familie weiss, was ansteht. Kinder, die noch nicht lesen können, lieben selbst gemachte Kalender mit Bild für jedes Familienmitglied und mit bunten Symbolen. Im Familienplaner findet jeder auch die kleinen Dienste, die anstehen: Blumen giessen, Schuhe putzen, Hund ausführen ... Schliesslich können schon die Kleinen helfen!

Kleine Pflichten für kleine

Wichte Das können Kinder Wer sagt denn, dass Kinder nur Rechte und Mamas nur Pflichten haben? Kinder, sogar kleine, können schon eine ganze Menge. Und es macht ganz schön stolz und gibt ein erstes Gefühl für Verantwortung, wenn sie für Aufgaben im Haushalt zuständig sind. Diese hier sind gut geeignet:
  • Blumen und Kräuter giessen
  • Frisch gewaschene Hand- und Geschirrtücher zusammenlegen
  • Dusch- und Waschbecken putzen
  • Staub wischen
  • Töpfe spülen
  • Wäsche aufhängen
  • Socken sortieren
  • Saugen
  • Fegen
  • Betten machen

Das dürfen Mamas

Endlich mehr Zeit für schöne Dinge
Kennen Sie das auch: Alle haben Feierabend. Nur Mama eilt von Ecke zu Ecke, schüttelt da was auf, schüttet dort was weg, kocht noch vor, packt Reste weg, wischt von A nach B.

Das muss besser werden. Aber nicht alles wird besser, nur weil man sich’s vornimmt. Gerade Mütter, die viel stemmen und gut organisiert sind, sind oft ganz schön aus der Übung, wenn es darum geht, Feierabend zu machen. Da hilft: Viel üben und ein klarer Plan. Schon wird der Feierabend zur Routine. Und: Auch für Partner, Freunde oder Hobby ist wieder Zeit!

Beispiel für einen Wochenplan:

Montagabend: Die Woche ist noch lang. Da hilft nur gute Laune! Der Montag wird zum Filmabend. Gute Filme gibt’s in den meisten Büchereien zu leihen. Vielleicht sogar mal in der Originalfassung, um Sprachkenntnisse aufzupolieren…

Dienstagabend: Regelmässig Sport treiben wäre toll. Und klappt oft nur, wenn der Termin wie alle anderen Termine im Kalender steht und abgehakt wird. Wer abends nicht aus dem Haus kann, schreibt sich einen festen Zeitpunkt in den Kalender und joggt um den Block. Da können die Kinder sogar nebenher radeln oder rollern.

Mittwochabend: Spieleabend klingt nicht spannend. Ist aber einen Versuch wert!

Donnerstagabend: Bis zum Wochenende ist es nicht mehr weit. Da ist gute Laune garantiert! Wie wär’s, wenn Freunde zum Kochen kommen? Um den Einkauf klein zu halten, bringt jeder Zutaten mit, die vorher abgesprochen werden.

Freitagabend: Der perfekte Abend, um mit Partner und/oder Freunden auszugehen! Einer oder beide, um nicht jedes Mal den Babysitter bezahlen zu müssen. Alternative: Reihum empfängt jeweils eine Familie alle kleinen Gäste zur Übernachtungsparty – und die übrigen Grossen gehen feiern!

Freier Tag für Mütter

Muttertag – den gibt’s einmal pro Jahr. Das ist schon mal ein gut gemeinter Anfang – hilft uns aber nicht wirklich weiter. Vielleicht geht es Ihnen ja wie uns: Schon Kleinigkeiten machen Mütter froh. Unser Vorschlag: Muttertag jetzt einmal im Monat. An diesem Tag macht Mama (fast) nichts. Dafür sind die Kinder zuständig für Tischdecken, Abräumen, Aufräumen. Für Grössere kommen ein paar Aufgaben dazu, die sonst meistens die Mama übernimmt: Pausenbrot richten, Spülmaschine befüllen und ausräumen, kleine Besorgungen erledigen und den Müll rausbringen.

Der Effekt: Kinder erfahren, was Mama täglich so leistet

Jeder so gut er kann

Viele Menschen lieben Perfektionismus: Chefs, Schwiegermütter, Nachbarn. Die Familie gehört definitiv nicht dazu. Bevor Sie im Haushalt den 100 %-Massstab anlegen: Probieren Sie es mal mit den Augen eines Managers. Das bedeutet: Jeder wird entsprechend seiner Fähigkeiten eingesetzt.

Fähigkeiten tauschen

Schon wieder einen Kuchen backen für die Schulfeier? Die Bügelwäsche türmt sich? Und für die nächste Englischarbeit ist Unterstützung nötig?

An vielen Orten gibt es Tauschbörsen und Alt hilft Jung-Vermittlungsstellen. Manchmal bringt aber auch der eigene Freundeskreis weiter, wenn es um Unterstützung geht. Ihre Freundin backt gern – dafür kürzen Sie ihr die neuen Vorhänge. Ihre amerikanische Nachbarin setzt sich mit Ihrem Teenie an die Hausaufgaben – während Sie deren Kinder zum Schwimmtraining mitnehmen. Und tatsächlich bügelt Ihre Joggingpartnerin gern beim Fernsehen? Grund genug, dafür ihre Einkäufe mitzubringen.

Schlechtes Gewissen zieht immer

Jetzt nicht mehr
Mütter, egal ob berufstätig oder nicht, haben jede Menge Verpflichtungen, müssen Termine halten, stehen unter Druck. Und gerade, wenn ganz viel Arbeit ansteht, stehen meist auch die Kleinen mit traurigen Augen im Türrahmen. "Mama, spielst du mit uns? ", Nie spielst du mit uns", "Nie hast du Zeit für uns!". Das trifft! Und Kinder haben ganz schön feine Antennen, wenn es darum geht, die Mama an den allerempfindlichsten Stellen zu treffen.

Hier helfen klare Vereinbarungen. Gemeinsam schauen alle in den Kalender und finden einen "Termin" in allernächster Zeit, den Mama sich fest einplant. Manchmal geht es einfach nicht anders.

Die 10 wichtigsten Zeit-Management-Tipps für Mütter

  • Familienkalender, in dem jeder seine Termine einträgt
  • Dienstplan für alle Familienmitglieder
  • Wichtige Telefonnummern für alle sichtbar aufhängen
  • Prioritäten setzen
  • Arbeiten delegieren
  • Nein sagen lernen
  • Flexibel bleiben
  • Online / telefonisch bestellen und liefern lassen (Gemüse-Abo, Getränkehändler, Pizza ins Haus)
  • Geschenkevorrat für kleine Mitbringsel anlegen
  • Weckfunktion, z.B. am Handy, aktivieren, die an den "Feierabend" erinnert

Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich vor dem Kommentieren ein...

Login


Passwort vergessen »

Neu hier?

Jetzt einfach ausprobieren – registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich und nutzen viele persönliche Vorteile.

Registrieren

Leserkommentare